Ein Besuch in Kopenhagen fühlt sich herrlich entspannt an – fast so, als würde die Stadt einen automatisch entschleunigen. Zwischen Wasser, königlicher Geschichte und nordischer Gelassenheit zeigt sich die dänische Hauptstadt von ihrer charmanten, unaufgeregten Seite.
Unser Spaziergang beginnt in Nyhavn, dem wohl bekanntesten Viertel der Stadt. Die farbenfrohen Häuserfassaden, das ruhige Wasser des Kanals und die historischen Holzschiffe schaffen eine Atmosphäre, die sofort Urlaubsgefühl aufkommen lässt. In den Cafés und Restaurants entlang der Promenade sitzt man dicht am Wasser, beobachtet das bunte Treiben und versteht schnell, warum Nyhavn als Inbegriff von Hygge gilt.
Von dort führt der Weg entlang der Küste zur Die kleine Meerjungfrau. Sie ist deutlich kleiner, als viele erwarten – und gerade deshalb so besonders. Still und fast unscheinbar sitzt sie auf ihrem Stein und blickt hinaus auf das Meer. Kein großes Denkmal, sondern ein leiser, poetischer Ort, der perfekt zur märchenhaften Welt von Hans Christian Andersen passt.
Ein weiterer Höhepunkt ist der Wachwechsel am Amalienborg. Mit präzisen Bewegungen, traditionellen Uniformen und militärischer Musik zieht die königliche Garde über den Platz. Das Ritual wirkt feierlich und bodenständig zugleich und zeigt, wie selbstverständlich Tradition und Alltag in Kopenhagen zusammengehören.
Fazit für den Reiseblog:
Kopenhagen überzeugt nicht durch laute Sehenswürdigkeiten, sondern durch Atmosphäre. Nyhavn bringt Farbe und Lebensfreude, die kleine Meerjungfrau steht für Ruhe und Poesie, und der Wachwechsel am Amalienborg verleiht dem Besuch einen königlichen Moment. Eine Stadt, die man nicht einfach abhakt, sondern genießt – Schritt für Schritt, ganz im dänischen Stil.
Die kleine Meerjungfrau – klein, aber symbolisch
Sie ist winzig, unspektakulär – und trotzdem ein Muss. Die Kleine Meerjungfrau sitzt seit über 100 Jahren am Wasser und schaut still in Richtung Stadt.
Erwartungsmanagement:
Ja, sie ist kleiner als gedacht. Aber der Spaziergang entlang der Langelinie lohnt sich – Meerblick inklusive.
Das Bild zeigt den Amalienborg Slotsplads, den achteckigen Platz, der von vier Palais umgeben ist und als Winterresidenz der dänischen Königsfamilie in Kopenhagen dient.
Königswache in Kopenhagen – ein echtes Ritual
Die Königswache gehört zu den klassischsten Erlebnissen in Kopenhagen. Mit ihren blauen Uniformen und den großen Bärenfellmützen ist sie nicht zu übersehen – und bis heute aktive Militärtradition.
Vor allem am Schloss Amalienborg, der offiziellen Residenz der dänischen Königsfamilie. Der achteckige Platz davor ist die Bühne für das tägliche Zeremoniell.
Wann?
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Täglich gegen 12:00 Uhr
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Startpunkt ist meist die Kaserne Gothersgade
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Der Marsch führt durch die Innenstadt bis Amalienborg
Extra spannend:
Ist der König anwesend, begleitet eine Militärkapelle die Wachablösung